Metamorphe Gesteine (Metamorphite)


Übersicht:

- Metamorphe Gesteine (Metamorphite)
Marmor
Dolomitmarmor
Silikatmarmor
Amphibolit
Glimmerschiefer
Quarzitschiefer
Quarzglimmerschiefer
Quarzit
Serpentinit
Gneis
Migmatit
Phyllit
Eklogit
Granulit/Pyroxengranulit
Talkschiefer/Speckstein
Fruchtschiefer
Chiastolithschiefer/Andalusitschiefer
Chloritschiefer
Hornfels



Metamorphe Gesteine (Metamorphite)

Metamorphite sehen nach Ihrer Art der Entstehung zumeist geschiefert, getäfelt oder gebändert aus. Ihre Korngrößen variieren zwischen sehr fein- bis grobkörnig. Je nach dem Metamorphosegrad, können Sie auch ähnlich den Ausgangsgesteinen aussehen.
Der Mineralbestand eines metamorphen Gesteins beschreibt das durch die Metamorphose erreichte Stadium der Umbildung von sedimentären, magmatischen oder metamorphen Ausgangsgesteinen. Für die Gesteinsbenennung sind nur Hauptkomponenten (Mineralgehalte von mehr als 10% des Volumens) entscheidend.

Unter Metamorphose (Enstehungsprozess der Metamorphite) versteht man die mineralogische Veränderung von Gesteinen (Magmatiten u. Sedimentiten) unter Beibehaltung des festen Zustandes infolge physikalischer und chemischer Bedingungen, die außerhalb des Bereichs der Verwitterung und der Diagenese in der Erdkruste vorgeherrscht haben und die sich nun von den, bei der Entstehung der Ausgangsgesteine vorherrschenden Bedingungen, unterscheiden.

Metamorphite entstehen durch Um- bzw. Neukristallisation bereits vorhandener Magmatische Gesteine (Magmatiten) oder Sedimentgesteine (Sedimentite) und stehen in Abhängigkeit von den physikalischen Parametern Druck (Tiefe) und Temperatur. Hierbei unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten von Metamorphose.
Die Metamorphen Gesteine Marmor , Dolomitmarmor , Silikatmarmor , Amphibolit , Glimmerschiefer , Quarzglimmerschiefer , Quarzitschiefer , Quarzit , Serpentinit , Gneis , Migmatit , Phyllit , Eklogit , Granulit/Pyroxengranulit , Talkschiefer/Speckstein , Fruchtschiefer , Chiastolithschiefer , Chloritschiefer u. Hornfels können entweder nach ihrer Gefügestruktur, ihrem Mineralbestand (Phänotypen), oder ihrem Ausgangsgestein (Edukt) beschrieben werden (Genotyp).

Bei magmatischen Ausgangsgesteinen führt eine Metamorphose in der Regel nur über den gerichteten Druck zu einer Veränderung des Gefüges. Der Mineralbestand des Gesteins bleibt zumeist erhalten.
Bei den Sedimentiten, die normalerweise bei den, auf der Erdoberfläche vorherrschenden Temparatur enstanden, ist Metamorphoseverlauf anders als bei den Magmatiten. So werden bei sehr reinen Quarzsandstein oder Kalkstein die sedimentierten Minerale bei hohem Druck und/oder Temperatur instabil. Dadurch werden die Mineralien des Gesteins teilweise mittels der sedimentationsbedingten neuen Verteilung der chemischen Komponenten innerhalb der Sedimeniten durch neu entstandene Mineralarten ersetzt, die nur in metamorphen Gesteinen auftreten.

1. Thermometamorphose (Kontaktmetamorphose)
Bei einer Erwärmung mit gleichbleibend niedrigem Druckeinfluß findet Kontaktmetamorphose statt. Kontaktmetamorphose bedeutet die körnchenweise Um- und Neukristallisation des Ausgangsgestein (Rekristallisation, Kristalloblastese). Dabei verschwinden evtl. vorhandene Porösitäten, da die Einzelkörner untereinander in unmittelbarem Kontakt kommen.
Um die Granitplutone enstehen Kontakthöfe (Kontaktaureolen), deren Gefüge im Innenbereich meist lückenloses und regellos feinkörniges ist (Hornfels). Nach außen treten charakteristischerweise Porphyroblasten auf (Chiastolithschiefer). Porphyroblasten sind flecken-, garben- und knotenartige Sprossungen neuer Minerale.

2. Regionalmetmorphose
Bei der sog. Regionalmetmorphose wird nochmals zwischen Thermodynamo-Metamorphose und Versenkungsmetamorphose unterschieden.
- Thermodynamo-Metamorphose
Neben der einwirkenden Temperatur, führt ein gerichteter Druck zur Einregelung neu gebildeter Kristalle (z.B. Glimmermineralien) in eine Fläche. Dadurch entsteht ein neues Flächengefüge im Gestein.
Thermodynamo-Metamorphose steht im Zusammenhang mit großräumigen (regionalen) Durchbewegungen der oberen Erdkruste. Durch Thermodynamo-Metamorphose entstandene Gesteine mit entsprechender Paralleltextur sind Gneise und Glimmerschiefer .
- Versenkungsmetamorphose
Von Versenkungsmetamorphose spricht man, wenn Gesteine (Magmatite u. Sedimentite) mit der Zeit in größere Tiefen der Erdkruste so verlagert werden, dass der allseitig einwirkende Belastungsdruck stark und die Temperatur weniger stark ansteigt. Weil orogene (deformierende) Bewegungen fehlen, ist der entsprechende Metamorphit nicht geschiefert und das ursprüngliche Gefüge bleibt weitgehend erhalten. Lediglich der Mineralbestand verändert sich.

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Marmor ist ein mittel- bis grobkörniges Metakarbonatgestein, das zu mindestens 80% aus Calcit besteht. Weitere Gemengteile von Marmor sind Glimmer wie Muskovit, Phengit und Phlogopit als auch Graphit. Selten treten Pyrit und organische Kohlenstoffverbindungen (Bitumina) auf. Bei hellen Marmorsorten besteht aufgrund der Kapillarität und möglicher akzessorisch auftretender Mineralien wie Pyrit Verfärbungsgefahr. Die Farbpalette der verschiedenen Marmorsorten reicht von schwarzgestreift über gelb, grün, rosa, bräunlich, grau bis hin zu weiß, dem weltberühmten Marmor aus Carrara.
Marmor entsteht durch Umwandlung von Kalkstein . Unter Einfluss von hohem Druck und hoher Temperaturen infolge von Regionalmetamorphose oder Kontaktmetamorphose von Kalken, im Zusammenhang mit aufsteigenden Magmakörpern aus dem Erdmantel (Kalzitmarmor). Wurden dolomitische Grundmassen umgewandelt, so spricht man vom Dolomitmarmor .
Bei der Umwandlung durch Kontaktmetamorphose intrudieren granitische Magmen in die Erdkruste. Doch erreichen diese Magmakammern die Erdoberfläche nicht, sondern verbleiben innerhalb der Erdkruste. Dort kühlen sie über Jahrtausende zu Granit oder anderen magmatischen Gesteinen ähnlicher Zusammensetzungen ab. Während dieser Periode können sich kalkige Nachbargesteine um den Granitpluton herum zu Marmor umwandeln.
Bei der so genannten Regionalmetamorphose werden die großen Gesteinsmengen unter Druck und Hitze ohne Magmenkontakt umgewandelt. Diese Prozesse laufen sehr langsam ab. Dabei können z. B. spaltraue Marmore entstehen. Die Spaltrichtung ergibt sich meist orthogonal zur Druckrichtung.

Der geringe Porenraum innerhalb des Gefüges von Kalzitmarmor führt zu einer relativ hohen Frostbeständigkeit. Jedoch sind sie häufig nicht frostbeständig, sodass die Frostbeständigkeit die jeweilige Gesteinssorte immer zu prüfen ist.
Unbehandelter Kalzitmarmor ist aufgrund seiner hohen Säureempfindlichkeit (Essig, Wein, Zitrusfrüchte und Reinigungsmittel) nicht zur Verwendung im Küchenbereich zu empfehlen. Durch Säuren kann es zur Fleckenbildung kommen. Auch sind aufgrund der Zusammensetzung (Silane, Siloxane) Fleckschutzbehandlungen nicht ratsam.
Dolomitmarmor ist wesentlich unempfindlicher gegenüber Amidosulfon- o. Fruchtsäuren als der Kalzitmarmor.

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Dolomitmarmor sind weiße, graue oder bräunliche Gesteine, die aus reinen Dolomitsteinen entstanden. Häufige Nebengemengeteile sind die Glimmer Phlogopit und Pyrit.
Dolomitmarmor ist von Marmor nur schwer zu unterscheiden. Der, im Vergleich zum Marmor, technisch etwas hochwertigere Dolomitmarmor ist genauso wie alle Marmorsorten zu behandeln, verlegen und pflegen.
Verwendung: Bodenbeläge, Massivarbeiten, Bildhauerstein, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Silikatmarmor / Kalksilikatgesteine sind metamorphe Gesteine, die in sehr unterschiedlichen Gefügen ausgebildet sind. Ihre Gefüge können richtungslos bis schlierig-flaserig und dicht bis körnig-kristallin sein und haben weiße, gräuliche, gelbliche und grünliche Farben. Neben Calcit treten silikatische Mineralien wie Glimmer (Fuchsit, Phlogopit), Granat (z. B. Grossular), Klinopyroxen, Quarz, Tremolit, Vesuvian oder Wollastonit auf. Selten kommt auch Dolomit vor. Silikatmarmore sind durch großräumige Regionalmetamorphose aus tonigen oder sandigen Kalksteinen entstanden. Der Silikatanteil im Gestein kann jedoch auch durch magmatische Beeinflussung ( Kontaktmetamorphose ) zugeführt worden sein.
Verwendung: Arbeiten in der Innenarchitektur

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Amphibolit ist ein grau bis dunkelgrünes, schwarzgrünes Gestein mit einer mittel- bis grobkörnigen, teils massigen, teils geschieferten Gefügestruktur. Amphibolit besteht aus den Hauptgemengeteilen Amphibol (30-70%), Plagioklas (15-40%), Quarz, Granat. Selten auch aus kommt auch Pyrit vor.
Verwendung: Vorwiegend für Bodenbeläge, Wand- u. Fassadenverkleidung

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Glimmerschiefer ist ein mittel- bis grobkörniges Gestein und weist ein planares und lineares Gefüge auf. Die Mineralkörner sind makroskopisch erkennbar.
Glimmerschiefer ist ein Oberbegriff für schiefrige Metamorphite und werden von dem metamorphen Gestein Gneis durch den geringeren Anteil an Feldspat unterschieden. Der Anteil an Feldspat berträgt weniger als 20%. Der Anteil an Schichtsilikaten (hauptsächlich Muskovit) hat einen Anteil von mehr als 50%. Weitere Gemengeteile sind neben Quarz u.a. Granat, Staurolith und Disthen.
Verwendung: Bodenbeläge.

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Quarzglimmerschiefer ist ein schiefriges, eben spaltendes metamorphes Gestein. Seine Farbpalette reicht von hell- bis dunkelgrau.
Er besteht aus den Hauptgemengeteilen Quarz, Feldspat, Muskovit und Biotit. Der Anteil an Glimmer ist stets geringer als der Quarzanteil (< 80%). Der Feldspatanteil liegt unter 20%. Weitere Gemengeteile des Quarzglimmerschiefers sind Hornblende und Granat.
Quarzglimmerschiefer geht bei Zunahme des Quarzgehaltes in Quarzitschiefer und bei weiterer Zunahme des Quarzgehalts in Quarzit über.
Um eine bessere Haftung spaltrauher Platten im Mörtelbett zu erreichen, sollten bei der Verlegung eine Haftbrücke verwendet werden.
Verwendung: Bodenbeläge.

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Quarzitschiefer (auch Glimmer-Quarzit o. Serizit-Quarzit) treten in den Farben weiß, hellgrau, grünlich und braunrötlich auf. Sie unterscheidet sich vom bankig-massig ausgebildeten Quarzit durch ihre Schieferung und ihren höheren Hauptgemengeanteil an Quarz (zwischen 80 u. 90%). Weitere Gemengeteile sind Muskovit, u. Disthen. Muskovit bewirkt die Schieferung und damit die Spaltbarkeit des Quarzitschiefers, Quarzglimmerschiefers u. Quarzits .
Um eine bessere Haftung spaltrauher Platten im Mörtelbett zu erreichen, sollten bei der Verlegung eine Haftbrücke verwendet werden.

Verwendung: Bodenbeläge, Massivarbeiten, Pflastersteine, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Quarzite sind fein- bis mittelkörnige Gesteine. Die bankig-massig wirkenden Metamorphite entstanden aus Quarzsandstein und weisen als Hauptgemengeteil einen Quarzgehalt von mindestens 90% auf. Nebengemengteile sind silikatische Mineralien wie Muskovit, Disthen (Cyanit), Epidot, Dumortierit. Hämatit, Magnetit u.Pyrit treten häufig als farbgebende Mineralien auf und färben den, sonst weißengrauen Quarzit grau, grünlich, braunrötlich o. bläulich.

Da Quarzit fast ausschließlich aus miteinander verbundenen, rekristallisierten Quarzkörnern besteht, ist es ein sehr hartes, sprödes und gegen Erosion und Verwitterung widerstandsfähiges, mechanisch sehr belastbares Gestein. Durch die Rekristallisation wachsen die Quarzkörner über ihre ursprünglichen Korngrenzen hinaus und bilden dadurch eine dicht vernetzte Struktur. Im Sandstein enthaltene Strukturen wie Fossilien werden durch diesen Prozess zumeist zerstört, können jedoch seltenen Fällen umrissartig erhalten bleiben.

Zementquarzite sind von, durch Metamorphose entstandenen Quarziten (Metaquarziten) zu unterscheiden. Zementquarzite sind, durch kieselige (quarzitische) Bindemittel intensiv zementierte Sandsteine .

Der physikalisch und chemisch sehr widerstandsfähige Quarzit kann durch Kratzen auf der Oberfläche leicht von den optisch sehr ähnlichen Marmorsorten unterschieden werden. Aufgrund seiner oftmals, durch seine Entstehung bedingten Schwächungen im Gefüge (sog. Stiche), sollten Quarzite nicht als Bodenbelag auf Fussbodenheizungen verwendet werden.
Verwendung: Bodenbeläge, Massivarbeiten, Pflastersteine, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Serpentinit ist ein metamorphes Gestein, das aus Granit entstand. Sie weisen schwarzblaue, grünliche, bräunliche und rotbraune Färbungen auf und bestehen zum Großteil aus Serpentin. Serpentinite sind massige, mitunter auch schiefrig ausgebildete, dichte Metabasite aus den Serpentinmineralien Lizardit, Antigorit und Chrysotil. Häufig treten Mineralien aus dem vorherigen Peridotitstadium wie etwa Olivin, Bronzit, pyropreicher Granat oder diopsidreicher Pyroxen auf. Die gelegentliche Rotfärbung von Serpentinit wird durch farbgebendes Hämatit hervorgerufen. Serpentinit entsteht durch Hydratisierung von Olivin, Pyroxen und Hornblenden bei der sog. Serpentinisierung.
Serpentinite sind nicht säurebeständig und gegen Verwitterungseinflüsse empfindlich, technisch mit Marmor vergleichbar. Daher ist eine Verwendung im Außenbereich nicht ratsam. Serpentinite neigen bei der Verlegung in hydraulisch abbindenden zementären Klebesystemen aufgrund von Hydratation zum Schüsseln. Bei der Verlegung von Serpentiniten sollten deshalb geeignete Kleber verwendet werden. Alternativ kann das Material vor der Verlegung auch gewässert und hinterher abgedeckt werden.
Verwendung: Bodenbeläge und Wandverkleidungen im Innenbereich.

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Gneise werden entsprechend ihrer Genese (Art der Enstehung) in Orthogneise (magmatischer Ursprung) u. Paragneise (sedimentärer Ursprung) unterteilt.

- Orthogneise entstanden aus Graniten und sehen Ihnen deshalb in Ihren Korngrößen und Farben sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich jedoch optisch durch ihre deutlich ausgeprägte Bänderung.

- Paraneise entstanden aus Sedimentgesteinen, sind jedoch technisch den Graniten sehr ähnlich. Sie sind sowohl durch ihren unverwechselbaren Lagen- u. Schichtungscharakter als auch durch ihre dominierenden weißen und grauen bis dunkelgrauen Farben leicht von anderen Gesteinsgruppen zu unterscheiden.

Gneise besitzen einen hohen Umwandlungsgrad und sind mittel- bis grobkörnige Metamorphite mit einem ausgeprägten Parallelgefüge (lagige Textur). Sie treten in den Farben grau, grüngrau, rotgrau und rotbraun auf.
Die Hauptgemengeteile sind wie beim Granit Quarz, Feldspat (zumeist Orthoklas) sowie helle und dunkle Glimmer (Biotit, Muskovit, Fuchsit). Wobei der Anteil an Feldspat zumeist mehr als 20% beträgt. Nebengemengeteile können u.a. Cordierit, Sillimanit, Staurolith, Disthen, Granat, Epidot u. Hornblende sein. Ihr Mineralbestand u. ihre Nebengemengeteile können ein Hinweis auf die Genese geben.
Bei grauen, biotitreichen Paragneisen besteht ein hohes Verfärbungsrisiko.
Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Pflastersteine.

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Migmatite (Anatexit) sind makroskopisch sehr heterogene Gesteine (sog. Mischgneise), die in roten, rotbraunen, rotgrauen, grauen u. grünlichen Färbungen vorkommen. Sie weisen teilweise ein metamorph als auch ein magmatisch aussehendes Gefüge auf.
Als Migmatit /Anatexit bezeichnet man ein, infolge von Temperaturerhöhung, Druckerniedrigung und/oder Fluidzufuhr partiell aufgeschmolzenes Gestein (Anatexis). Die Anatexis ist meist regional großräumig angelegt. Bei einer (fast) ganzheitlichen Aufschmelzung der Migmatite (Diatexis), werden auch die dunklen (mafischen) Mineralbestandteile eines Gesteins aufgeschmolzen.
Die hellen Anteile in den Migmatiten sind von granitartiger Zusammensetzung (Quarz u. Feldspat). Sie tragen die Bezeichnung Leukosome. Leukosome stellen fast immer partielle Aufschmelzungsprodukte dar. Das veränderte metamorphe Gestein, aus dem das Leukosom ausgetreten ist, wird Restgestein (Restit) genannt.
Im Restgestein verbleiben die dunklen (mafischen) Minerale wie z.B. Biotit, Hornblende, Cordierit, Granat u. aluminiumreiche Minerale, wie etwa Sillimanit angereichert. Das Restgestein wird als Melanosom bezeichnet.
Durch die wechselnde Anordnung von Leukosomen u. Melanosomen enstehen bei den Migmatiten oft sehr auffallende Gefüge. Das Leukosom kann im Migmatit aderförmig, lagenförmig oder diffus zwischen den brekzienförmig zerlegtem Melanosom verteilt sein. Das Melanosom ist andererseits im Leukosom oft schlierig verteit. Es treten jedoch auch nebelhafte (nebulitische) Homogenisierungen beider Mineralien auf. Oftmals werden frühere Faltentexturen als Fließfalten im Gestein abgebildet.
Verwendung: Bodenbeläge, Massivarbeiten, Pflastersteine, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Phyllite haben eine feine Körnung und treten in dunkelgrau bis grauschwarzen und grünlichgrauen bis violettgrauen Färbungen auf.
Der feinkristallin, dünnschiefrig, meist blättrig ausgebildet Phyllit weist einen Serizit-Anteil von mindestens 50% auf. Serizit bewirkt den seidenartigen Glanz auf den Schieferungsflächen. Als weiteres Hauptgemengeteil tritt Quarz auf. Als Nebengemengeteile können neben Glimmer auch Feldspat, Clorit, Biotit Augit, Turmalin u. Eisenoxyd auftreten.

- Serizitphyllit / Serizitschiefer, ist neben dem Quarzphylit eine Varietät des Phyllit. Er besteht überwiegend aus Serizit und Quarz ohne wesentliche Nebengemengteile.

- Quarzphyllit ist neben dem Serizitphyllit eine Varietät des Phyllit. Dabei überwiegt Quarz als einer der Hauptgemengteile gegenüber den Glimmern oder anderen blättrigen Mineralien.
Verwendung: Bodenbeläge

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Eklogit ist ein massig ausgebildetes, fein- bis grobkörniges Gestein und weist ein granoblastisches (gleichmäßiges) Mosaikgefüge auf. Eklogite kommt in rötlichen u. grünlichen Färbungen vor. Sie entstehen bei hochgradiger Regionalmetamorphose.
Eklogite mit basaltischen Chemicus bestehen aus den farbgebenden Hauptgemengeteilen Omphacit u. Granat. Der Anteil an pyropreichen Granat (rotfärbend) beträgt 50 - 90% u. am Pyroxen Omphacit (grünfärbend) 5 - 50%. Als Nebengemengteile sind oft Quarz, Disthen, Rutil, Titanit, Pyrit und Silikate wie Amphibol, Disthen, Muskovit und Zoisit enthalten.
Eklogite mit granitischem Chemismus enthalten häufig den aluminiumreichen Hellglimmer Phengit.
Bei alle Eklogiten tritt kein Plagioklas (Feldspat) auf, da Feldspat bei der Druckerhöhung (Albit = Jadeit + Quarz) abgebaut wird. Bei extrem hohem Druck, der sog. Ultrahochdruck-Metamorphose, kann auch Coesit, die Hochdruckmodifikation von Quarz und Diamant enthalten sein.

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Granulite / Pyroxengranulite haben eine weiße bis weißgraue, graugrünliche Farbe. Sie sind optisch als auch technisch granitähnliche Stein, die aus Paragneisen und Glimmerschiefern entstanden.
Das zumeist massige Gestein hat eine mittelere bis grobe Körnung und weist ein granoblastisches (gleichmäßiges) Mosaikgefüge auf. Gelegentlich kann durch Einregelung von Quarz, Biotit und/ oder dem Auftreten von Leuko- und Melanosomen (Anatexis) ein, dem Gneis ähnliches Gefüge entstehen. Die Hauptgemengeteile von Granulit sind Feldspat (Alkalifeldspäte u. Plagioklase), Quarz und Granat (Almandin). Granulite führen kein Muskovit.
Eine dunkle Varietät ist der Pyroxengranulit mit einem Pyroxenanteil von bis zu 50%.
Aufgrund der Kapillarität und des Mineralbestandes besteht bei Granuliten durch Wasserzufuhr ein hohes Verfärbungsrisiko. Deshalb sollte dieses Gestein, ähnlich dem Marmor, nur mit schnellabbindenden Verlegesystemen und unter Verwendung von Dichtschlämme auf der Unterseite des Materials verlegt werden. Granulite sind in jedem Fall zu imprägnieren.
Verwendung: Bodenbeläge, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Talkschiefer/Speckstein ist ein Magnesium-Silikat und tritt in grünen, grauen, gelblichen und silberweißen Färbungen auf. Talkschiefer wird fast weltweit abgebaut und sind daher, je nach ihrer Herkunft, sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Deshalb unterscheiden sich diese Steine entsprechend ihrer regionalen Herkunft in ihrer Härte und Brüchigkeit.
Hauptbestandteile sind, neben dem sehr weichen, fettig anfühlenden Mineral Talk (Magnesium-Hydrosilikat) im allgemeinen die Mineralien Chlorit, Magnesit und Serpentin. Das wasserhaltige Magnesium-Hydrosilikat ist ein metamorph-metasomatisches Umwandlungsprodukt aus magnesiumreichen Mineralien wie Olivin, Pyroxen o. Amphibol.
Massig-dichter Talk wird auch als Speck- oder Seifenstein bezeichnet. Speckstein ist sehr weich. Er lässt sich daher sehr leicht mechanisch bearbeiten und ist nicht säurelöslich.
Verwendung: Skulpturen.

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Fruchtschiefer ensteht durch Aufheizung infolge von Einwirkung meist granitischer Magmen auf Tongestein. Dies führt zur Kontaktmetamorphose , d.h. zur Umwandlung der Tonminerale in Glimmer und Andalusit (wasserfreies Aluminiumsilikat).
Fruchtschiefer bestehen im allgemeinen aus einem feinkörnigen Gemenge von Serizit, Chlorit und Biotit. Als Einsprenglinge (Porphyroblasten) treten je nach Metamorphosegrad Chlorit, Biotit, Cordierit und Andalusit (wasserfreies Aluminiumsilikat) auf und treten in den Farben grau sowie grüngrau auf.
Fruchtschiefer ist ein niedrigmetamorphes Gestein, die bereits bei geringen Drücken und Temperaturen von ca. 400°C enstehen. Dabei bilden sich um die Tiefengesteinsmassive Höfe von Kontaktgesteinen, die vom Magmenkörper ausgehend, als Fruchtschiefer, Garbenschiefer, Knötchenschiefer, Hornfels , über andalusitfreie Serizitschiefer bis zum unveränderten Tonstein variieren.
Verwendung: Bodenbeläge, Wand- und Fassadenverkleidungen.

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Chiastolithschiefer/Andalusitschiefer entstehen durch Kontaktmetamorphose und weisen eine porphyroblastische (ungleichkörnige) Gefügestruktur auf. Während die Tonmineralien feinstkörnig sind, treten die Andalusite mittel- bis grobkörnig auf. Die Gestalt der Tonmineralien ist kaum zu erkennen, die der Andalusite sind idiomorph. Die Textur der Chiastolithschiefer weist eine geschieferte Raumanordnung auf und ihre Raumausfüllung ist lückenlos.
Bei einem Feldspatanteil von unter 20%, wird von einem Schiefer gesprochen, liegt der Gehalt über 20%, so handelt es sich um einen Gneis .

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Chloritschiefer gehört wie der Talkschiefer zu der Gruppe der Grünschiefer. Sie entsteht durch Regionalmetamorphose und haben eine grünliche Färbung.
Als Hauptgemenge tritt neben den grünfärbenden Mineral Chlorit auch Feldspat auf.
Chloritschiefer weisen eine feinkörnige Gefügestruktur auf. Die absolute Größe bestimmt der feinkörnige Feldspat, während sich das Chlorit im feinstkörnigen Bereich befindet. Die Gestalt der Gemengeteile ist nicht zu erkennen.
Ihre Textur weist eine gut ausgeprägte Schieferung bei lückenloser Raumausfüllung auf.
Bei einem Feldspatanteil von unter 20%, wird von einem Schiefer gesprochen, liegt der Gehalt über 20%, so handelt es sich um einen Gneis .
Verwendung als Dekorstein für Bodenplatten, Wand- u. Fassadenverkleidungen.

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Hornfels ist ein Oberbegriff für, durch Kontaktmetamorphose veränderte Ausgangsgesteine (veränderter Tonschiefer mit Granat, Magnetit, Cordierit, Andalusit, Biotit oder Sillimanit). Hornfelse sind meist hart und haben eine fein bis mittelkörnige, massige Gefügestruktur mit einem oft hornartigen Glanz auf frischen, muscheligen Bruchflächen.
Sie treten entsprechend ihres Ausgangsgesteins und ihrer Beimengungen, zumeist in grünlich-grauen, grünlichen, bläulichen, schwarzen, selten in weißen Farben, jedoch zumeist gefleckt auf.
Die Bezeichnung Hornfels wird nur für, durch Kontaktmetamorphose Gesteine verwendet. Bei regionalmetamorpher Bildung wird nur der Begriff Fels verwendet.
Varietäten des Hornfels sind u.a. der Granat-Hornfels, Chiastolith-Hornfels, Pyroxen-Hornfels und Cordierit-Hornfels.
Verwendung: Bodenbeläge, Wand- und Fassadenverkleidungen.

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