VERABEITUNG LAGOTEC© STEINFURNIERE

Das Steinfurnier hat dünne Steinschichten und lässt sich mit handelsüblichen
Hartmetallsägen schneiden. Bedingt durch die dünne Steinschicht und die
rückseitige Glasfiberschicht verringert sichdie Standzeit der Sägen. Beim
Schneiden von Plattenwerkstoffen, die beidseitig mit Steinfurnieren belegt
sind, sollten Vorritzer eingesetzt werden, da die Steinoberfläche auf der
Unterseite unsauber absplittert. Beim Fräsen macht sich die Steinoberfläche
ebenfalls durchgeringe Werkzeugstandzeiten bemerkbar. Bei größeren Stück-
zahlen werden diamantbestückte Werkzeuge empfohlen. Bei allen Fräs- und
Sägearbeiten sollten die allgemein gültigen Schnittgeschwindigkeiten in der
Holzbearbeitung nicht überschritten werden. Stumpfe Werkzeuge, zu hohe
Umdrehungen oder zu geringe Vorschubgeschwindigkeiten erzeugen Reibungs-
wärme und führen somit zur Plastifizierung der rückseitigen Polyesterschicht.
 

 

geeignete Untergründe:

Als Untergründe eignen sich u.a. Beton, Estrich, Keramik, Laminat, Holz, Metall,
Fiberglas, Gipskarton, Gips, Zemente und Trockenbauwände.

Grundsätzlich muss der Verlegeuntergrund formstabil, tragfest, trocken und frei
von losen und haftmindernden Bestandteilen sein.
Die Qualität muss den Vorgaben der DIN 18157 bzw. den gängigen Regeln der
Technik entsprechen.




benötigte Hilfsmittel:

Schneidewerkzeug | Klebeband/Poorenfüller | Haftgrund | Klebstoff |
Imprägnierung o. Versiegelung | Natursteinfuge/Natursteinsilikon |
Tapezierwalze | Zahnkelle/Kammspachtel | geeignete Schutzkleidung |




Untergrundvorbereitung:

Der Untergrund muss vor der Verlegung der Natursteinfurniere eine exakte Ebenheit
aufweisen. Unebenen Verlegeuntergründe müssen vor der Verklebung der Furniere mit
einer Spachtelmasse geebnet werden.
Die Furnierrückseiten müssen ebenfalls eben sein. Eventuell auftretende Unebenheiten
auf der Rückseite sind mit Schleifpapier zu entfernen. Prinzipiell empfiehlt sich zur
Haftungserhöhung die komplette Rückseite anzuschleifen u. anschließend mit Haftprimer
zu grundieren.


Grundierung:

Saugende Untergründe wie z.B. aus Zement, Trockenestriche, Gips o. Trockenbauwände
werden z.B. mit SOPRO „Grundierung GD749“ oder PCI „Gisogrund“ vorbehandelt.
Nichtsaugende Untergründe wie z.B. alte Kramikbeläge, Holz, fest anhaftende Klebstoff-
reste, Lacke, PVC-Beläge und die Furnierrückseiten sind mit einer Haftbrücke vorzube-
handeln. Wir empfehlen die Verwendung von SOPRO „HaftPrimer S HPS 673“ oder PCI
„Gisogrund 303“.
Spritzwasserbereiche sind mit geeigneter Nassraumisolierung u. Dichtbänder vorzube-
reiten.


Furniervorbereitung:

Ein vorheriges Auslegen und Nummerieren der Furniere ermöglicht einen fließenden
Verlauf der unterschiedlichen Strukturen untereinander. Das Auslegen ist Voraussetzung
für ein harmonisches Bild nach der Verlegung.

Um Verunreinigungen bei der Verarbeitung zu vermeiden, sollten Sie die Ränder der
Furniereoberflächen mit einem 5cm breiten Kreppband abkleben. Die Schutzfolie kann
hierfür zum Abkleben der gesamten Oberfläche hilfreich verwendet werden.


Zuschnitt:

Die Furniere lassen sich bei kleineren Anwendungen mit einer einfachen Blechschere
zuschneiden. Bei umfangreicheren Anwendungen empfehlen wir die Verwendung von
Diamantwerkzeugen.
Je nach Umfang und Längen der zu schneidenden Kanten ist eine Nass-, Laub- oder
Tischkreisssäge mit Hartmetallsägeblatt nötig.
Unsaubere Kanten sollten mit Schleifpapier angepasst u. entgratet werden.


Verklebung:

Es empfiehlt sich, die Furniere vor der Verarbeitung mit Poorenfüller zu behandeln.
Kleberreste u. Zementschleier können so leichter rückstandslos entfernt werden.
Alternativ können Sie die Ränder der Furniere abkleben.

Der Kleber sollte bei Verwendung zementöser Klebstoffe mit einer 4er Quadratzahn-
spachtel und bei der Verwendung von PU,- Epoxy o. Montageklebstoffen mit einer
Kammspachtel vollflächig auf den Verlegeuntergrund aufgetragen werden.
Auf der Furnierrückseite wird der Kleber mit der glatten Seite des Spachtels dünn
aufgezogen und das Furnier anschließend in die frische Spachtelung eingeschoben.

Mit Hilfe einer Fugenscheibe o. Tapezierwalze wird anschließend die verbliebene Luft
von der Mitte beginnend nach außen herausgearbeitet, um so eine vollflächige Kleber-
bettung zu erzielen. Unmittelbar nach der Verklebung sind die Furniere von eventuellen
Kleberückständen zu befreien.


Verfugung:

Die Furniere können auf Stoß oder im natürlichem Fliesenbild verlegt werden. Die
Fugenbreite und Tiefe muss ca. 3MM betragen. Der noch unausgehärtete Klebestoff
sollte hierfür in den Fugen entfernt werden.

Nach dem vollständigen Aushärtung des Klebers empfehlen wir eine flexible Zement-
fuge wie SOPRO „DesignFuge Flex DF 10“, „KERACOLOR FF“ oder PCI „Carrafug“. Bei
dauerelastischen Fugen ist Natursteinsilikon zu verwenden.


Versiegelung/Imprägnierung:

Bei stark beanspruchten Oberflächen wie z.B bei Bodenbeläge, Ablagen oder
im Außenbereich empfehlen wir die Verwendung der 2K-PU Versiegelung
LAGOTEC©„EP805E matt“.
Bei leicht beanspruchten Flächen im Innenbereich reicht eine 1K-Imprägnierung.
Wir empfehlen zur Imprägnierung LAGOTEC©„Protection SI“ oder zur farbvertief-
enden Imprägnierung LAGOTEC©„Protection FV“.


Reinigung/Pflege:

Natursteinoberflächen sollten trotz einer verwendeten Imprägnierung regelmäßig feucht
gereinigt werden. Wir empfehlen die Verwendung von handelsüblicher Wischpflege für
Naturstein.
Der Naturstein wird nicht ausgelaugt und erhält bei regelmäßiger Pflege sattere Farben
und Strukturen. Nach der Verwendung von Grundreinigern sollte der Naturstein an-
schließend mit Glanzpflege behandelt werden.
Auf Scheuermittel, Schmierseife, säurehaltige Reiniger und stark laugehaltige Reiniger
(Fettlöser) sollte in jedem Fall verzichtet werden.